Wie man es besser macht…
… zeigt der AStA der FH Düsseldorf. Hier wird sich aktiv gegen Studiengebühren gewehrt:
PRESSEMITTEILUNG vom 14. März 2007
Studiengebühren auch an der FH Düsseldorf?
Entscheidung fällt am 22. März? - Der AStA der FH-D warnt vor den Folgen einer Einführung und ruft zur Teilnahme an der Sitzung auf.
Am 22. März 2007 möchte der Senat der FH Düsseldorf über die Einführung von Studiengebühren entscheiden. Die FH Düsseldorf gehört neben der Universität Münster[*], der Fernuniversität Hagen und der Kunstakademie Düsseldorf zu den vier verbliebenen Hochschulen in NRW, an denen bisher noch keine Studiengebühren eingeführt wurden.
Viele Student/inn/en werden anwesend sein, wenn am 22. März um 14 Uhr am FH-Standort auf dem Uni-Campus (Gebäude 24.21, Raum U.160) die entscheidende Sitzung des Senates beginnen wird.
Ursprünglich war die Senatsitzung bereits für den 20. März anberaumt gewesen. Auf Intervention des Kanzlers und des Rektors der FH-D wurde dieser Termin jedoch räumlich und zeitlich verschoben. Der neue Raum bietet jedoch - im Gegensatz zum zuvor geplanten Audimax - lediglich Platz für maximal 50 Zuhörer/innen. Die abenteuerliche Begründung: Die “Sicherheit der Senatsangehörigen” sei durch “auswärtige Chaoten” gefährdet. Darum, so heißt es in der Einladung zur Senatssitzung, könne es sein, dass sich “aus Sicherheitsgründen” noch “kurzfristig Termin- und/oder Raumänderungen ergeben”. AStA-Vorsitzende Claudia Wozniak: “Hier wird gelogen und gehetzt, um zu verhindern, dass alle interessierten Studentinnen und Studenten an der öffentlichen Sitzung teilnehmen können. Wir fordern den Senat, das Rektorat und die Hochschulverwaltung auf, allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen und einen ausreichend großen Raum zur Verfügung zu stellen!”
Das “sozial verträglichste” Gebührenmodell soll an der FH Düsseldorf entstehen. “Studiengebühren sind nie sozialverträglich”, meint hingegen Kerstin Reichel, hochschulpolitische Sprecherin des AStA. Reichel: “Studentinnen und Studenten mit nicht ausreichend finanziellen Möglichkeiten werden immer benachteiligt sein. Und dieses trifft auf die allermeisten zu.”
Bis zum 22. März bleibt eine Menge zu tun. Infostände, die über den aktuellen Stand informieren, Solidaritäts- und Mobilisierungspartys, Bildungstheater sowie Aktionen außerhalb der Hochschule sollen noch mehr Student/inn/en auf die Situation aufmerksam machen und auch die Öffentlichkeit außerhalb der Hochschule informieren. Auch den Senatsmitgliedern soll bewusst gemacht werden, wie sich die Student/inn/en der FH-D zu den drohenden Einschnitten in ihr Studium positionieren.
Parallel zu den Protesten laufen von studentischer Seite Klagen gegen das Studiengebührengesetz. Vielerorts sind auch studentische Klagen gegen die jeweiligen Studiengebührenordnungen der einzelnen Hochschulen anhängig.
Seit Jahrzehnten werden die finanziellen Zuwendungen des Landes immer weiter gekürzt. “Nach der Einführung von Studiengebühren würde diese Entwicklung noch weiter beschleunigt, die öffentliche Hand zöge sich noch stärker aus der Verantwortung”, so Reichel. “Die Folge: Die Höhe der Gebühren würde weiter steigen. Die Leidtragenden wären einmal mehr die Studentinnen und Studenten.”
Der AStA der FH Düsseldorf fordert deshalb weiterhin in Namen der Studentinnen und Studenten der FH-D eine ausreichende staatliche Finanzierung der Hochschulen und sämtlicher anderer Bildungseinrichtungen - anstelle von Studiengebühren jedweder Form. Freie Bildung für Alle!
Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitglieder des AStA-Vorsitzes sowie die hochschulpolitische Sprecherin gerne zur Verfügung. Wenn unser Büro (Tel.: 0211 / 451206) einmal nicht besetzt sein sollte, so versuchen Sie es bitte über die Handy-Nummer 01520 / 4465714.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Stockhaus
(AStA-Vorsitz FH Düsseldorf)[*] Die Entscheidung über eine evtl. Einführung von Studiengebühren an der Universität Münster soll heute fallen.