Freude, Jubel, Propaganda.
Auf der AStA-Homepage findet sich Folgendes:
Lohn harter Arbeit
Um das NRW-Semesterticket möglich zu machen, waren lange harte Verhandlungen und Überzeugungsarbeit nötig. Marc André Rosema, AStA-Referent für das NRW-Semesterticket gab sich nach der Vertragsunterzeichnung erleichtert: „Nach einigen Verhandlungen, die sich über das gesamte letzte Semester erstreckten, haben wir zusammen mit der Rheinbahn und der Universitätsverwaltung an einem Strang gezogen und so letztendlich erreicht, was wir wollten.“ Es sei nicht immer leicht gewesen und nicht nur die Verkehrsverbünde hätten überzeugt werden müssen, sondern auch die Verwaltung der Universität. „Aber seit der Vollversammlung der Studierendenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im letzten Jahr wussten wir alle, dass wir hier Rückendeckung haben. Das Ergebnis werden wir alle ab dem Sommersemester in den Händen halten.“
Dass die Verhandlungen über das Landes-ASten-Treffen statt fanden wird natürlich nicht erwähnt. Auch wurde nicht erwähnt, dass sich der AStA-Vorstand zunächst gegen die Vollversammlung gewehrt hat, und man das Semester-Ticket einfach im Studierendenparlament beschliessen wollte. Genauso wird verschwiegen, dass es an anderen Universitäten Urabstimmungen zum Thema NRW-Ticket gab.
Auch die Vertreter der Verkehrsunternehmen zeigten sich hocherfreut über das Zustandekommen des Vertrags mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. So sagte der Vertriebsleiter der Rheinbahn Reinhardt Rötgerkamp: „Die Rheinbahn ist stolz darauf, die Verhandlungen gemeinsam mit dem AStA und der Hochschulverwaltung so zügig voran getrieben zu haben, Wir sind damit die ersten in NRW – wie es sich für eine Landeshauptstadt gehört!“
Steht nicht ein Absatz vorher, dass die Verkehrsverbünde überzeugt werden mussten? Das es so zügig (”fünf Euro in die Wortspielkasse du Arsch”) voran getrieben wurde liegt natürlich am mangelnden Demokratieverständnis und an der bequemlichkeit der AStA-Verantwortlichen. Vielleicht spielt aber auch noch ein anderer wichtiger Faktor eine Rolle: Sich die Einführung des NRW-Semestertickets auf die Fahne schreiben zu können, verspricht einiges an Wählerstimmen. Doch dann, sehr geehrter Hossein und sehr geehrter Herr Rosema, würde ich weniger dick auftragen.