Zeitdruck, Pannen und Fremde Federn

Folgende Mail wurde über den Uni-Verteiler geschickt:

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

wie euch bekannt ist, hat der AStA zum Sommersemester 2008 ein NRW-weites
Semesterticket eingeführt. Nähere Infos hierzu (und auch
zu vielen anderen Aktivitäten des AStA) findet ihr auf unserer Homepage:

www.asta-duesseldorf.de

Schaut einfach unter ‘Service’ in den Bereichen ‘Semesterticket’ und
‘Semesterticket FAQ’ vorbei. Auch den bereits in der Campus Delicti Nummer 262
erschienenen Artikel zum NRW-Semesterticket findet ihr auf der Homepage.

Das eigentliche Anliegen dieser Rundmail ist jedoch euch zu informieren:
Auf allen Fahrausweisen der Studierendenschaft der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf steht der Satz “Freie Fahrt mit VRR-Verkehrsmitteln”. Lasst
euch davon nicht irritieren, denn es handelt sich trotzdem um ein NRW-Ticket.
Dieser Satz ist lediglich ein Überbleibsel des alten Tickets. Leider war es
uns und unserem Verhandlungspartner, der Rheinbahn, nicht mehr möglich in der
kurzen Verhandlungszeit, die wir hatten, diesen Satz abändern zu lassen. Zum
nächsten Semester wird er hoffentlich korrigiert sein.

Egal, was euch zum Beispiel ein Kontrolleur der DB erzählt, es handelt sich bei
eurem Fahrausweis um ein NRW-Ticket. Besteht darauf. Vergesst nur nicht euren
amtlichen Lichtbildausweis mit euch zu führen, denn sonst gilt euer Ticket
nicht.

Einen guten Start ins neue Sommersemester

Euer AStA-Semesterticketreferent Marc André Rosema

Es gibt ein Semesterticketreferat? Nein. Marc André Rosema ist Ökologie-Referent. Klingt aber irgendwie nach Körner-Fresser, oder?

Nun zum Thema: Nein, der AStA hat das NRW-Ticket nicht eingeführt. Es hat lediglich einen Vertrag mit den Verkehrverbünden abgeschlossen. Die Verhandlungen hat das Landes-ASten-Treffen geführt und nicht wie gerne mal von Marc André Rosema behauptet wird, der selbsternannte Semesterticket-Referent. Und diese Verhandlungen werden nicht erst seit gestern geführt sondern schon seit zwei Jahren. In sofern ist es auch nicht nachvollziehbar, weshalb er schreibt, dass es in der “kurzen” Verhandlungszeit nicht möglich war, den Aufdruck “Freie Fahrt mit VRR-Verkehrsmitteln” ändern zu lassen. Zwischen dem 12. Dezember (hier wurde im Studierendenparlament der Vertrag mit Verkehrsbetrieben und die Änderungs der Beitragsordnung beschlossen) und dem 15. Februar (Stichtag für die Rückmeldung) wird es doch möglich gewesen sein, die Ausweise ändern zu lassen. Ein ehrliches “Da haben wir gepennt.” wäre wesentlich sympathischer gewesen.

Es ist gut, dass man darüber informiert, dass man auf die Gültigkeit im gesamten NRW-Bereicht bestehen soll. Ich würde mir jedoch wünschen, dass der selbsternannte Semesterticket-Referent entsprechenden Forderungen bei der Bahn geltend macht. Es ist ja schön und gut, dass man keine 40 EUR fürs angebliche Schwarzfahren zahlen muss. Wenn man jedoch bei jeder Fahrt nach Köln damit rechnen muss die Blicke der restlichen BahnfahrerInnen auf sich zu ziehen, weil die Bahn-MitarbeiterInnen nicht entsprechend informiert worden sind, dann ist das ziemlich ärgerlich.