Der AStA und der Senat

AStA-Vertreter setzen sich im Senat durch

Jubel. Womit setzten sich die AStA-Vertreter durch?

Im ersten Semester müssen weiterhin keine Studiengebühren an der HHU gezahlt werden!

Jubel. Aber es geht noch weiter.

Der Senat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat auf seiner Sitzung am 20. Mai einen Vorschlag der Uni-Verwaltung abgelehnt, wonach Erstsemestler an der Heinrich-Heine-Universität in Zukunft wieder Studiengebühren in Höhe von 500 Euro hätten zahlen müssen.

Das wäre wirklich schlecht gewesen. Schlecht ist auch, als Germanistikstudent nicht den Unterschied zwischen ablehnen und vertagen zu kennen, denn die Abstimmung über den Vorschlag der Uni-Verwaltung wurde lediglich auf die nächste Senatssitzung vertagt, da bis dahin genauere Statistiken über Abbrecherzahlen an anderen Universitäten vorliegen werden. Also kann noch nicht einmal die Vertagung den AStA-Vertretern als Erfolg angerechnet werden.

Vertreter des AStA-Vorstandes mahnten in der Diskussion im Senat an, dass insbesondere die finanzielle und soziale Situation von Studierenden ausschlaggebend für für das Studium ist. Wer den Studierenden finanzielle Hürden in den Weg legt, erschwert die Aufnahme und den Verlauf eines Studiums massiv. Vor diesem Hintergrund wäre es unverantwortlich, eine positive Regelung wie die Studiengebührenfreiheit im ersten Semester wieder abzuschaffen.

Es ist auch unverantwortlich nichts gegen Studiengebühren zu tun außer “Bitte, bitte.” sagen.

Die Uni Düsseldorf ist die einzige Universität in NRW, in der das erste Semester beitragsfrei ist. Dies hat sich auch schon bei vielen AbiturientInnen herumgesprochen und zu einem Vorteil für die Heinrich-Heine-Universität entwickelt. Zuletzt hat die Universität vor einer Woche auf der Campus-Messe mit der Gebührenfreiheit im ersten Semester geworben.
Vor diesem Hintergrund wäre es schlicht unseriös, die Studiereninteressierten erst mit dem Versprechen der Gebührenfreiheit an die Universität zu holen, um sie dann doch im ersten Semester zahlen zu lassen.

Tja, da haben sich wohl die Professoren durchgesetzt, die im ersten Beitragsfreien Semester einen Wettbewerbsvorteil sehen oder?

“Die Studiengebührenfreiheit im ersten Semester ist richtig und ein großer Vorteil unserer Universität. Viele Studierenden haben in ihrem ersten Semester an der Heine-Uni von dieser Befreiung profitiert, dies soll auch in Zukunft so bleiben. Wir werden uns auch weiterhin für die generelle Abschaffung der Studiengebühren einsetzen und uns für eine sinnvolle und soziale Hochschul- und Studienfinanzierung engagieren”, so Philipp Tacer vom AStA-Vorstand.

Sicher tut ihr das.