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Offener Brief an den AStA der HHU Düsseldorf und die Redaktion von „campus delicti“

Mittwoch, Januar 9th, 2008

Folgendes hat mich heute erreicht. Ich kopiere es hier einfach mal rein:

Offener Brief an den AStA der HHU Düsseldorf und die Redaktion von „campus delicti“
(Betrifft: Letzteres)

Liebe Mitstudierende,

ich hatte soeben Gelegenheit, die aktuelle (PDF-)Online-Version des „Wochenmagazin(s) des AstA“ (Nr. 258, Dezember 2007)* zu studieren und fühle mich daraufhin bemüßigt, dazu folgenden Kommentar zu schreiben.

Meine subjektive Gesamteinschätzung vorweg: Diese Publikation hat m.E. das Niveau einer schlechteren Schülerzeitschrift, gemacht von unkritischen Mittelstuflern, und ist einer universitären Studierendenschaft und deren Vertretung nicht würdig.

Dieses harte Urteil möchte ich wie folgt begründen:

(1) Der Titel: „campus delicti“ – zu deutsch also „das Feld (oder meinethalben: der Campus“) des Verbrechens“. Was soll dies nun genau bedeuten? Wenn es darum ginge, diverse empörende bis nichtlegale Missstände an unserer Uni aufzudecken und anzuprangern, hätte der Titel womöglich seine Berechtigung; angesichts der Inhalte (s.u.) handelt es sich allerdings wohl eher um ein ziemlich unreflektiertes, mithin kindisches Wortspiel.

(2) Das Editorial: ein völlig hanebüchenes, unmetrisches und reimunsauberes, zudem mit Fehlern durchsetztes „Gedicht“ (Kotz(!)probe: …denn alle die Langeweile haben,/ finden hier ganz schöne Frage…“); überhaupt ist die Zahl der orthographischen Fehler im „cd“ bemerkenswert.

(3) Beitrag „Heiligabend“ (S.7): Ein völlig unkomischer und überflüssiger Artikel darüber, dass es Heiligabend immer so langweilig sei, weil im Fernsehen nur Wiederholungen kommen und die Geschäfte alle zu sind… es fogt das offenbar studierendengerechte Gegenmittel:

(4) „SPASS“ (S.10 – 14): Eine „tolle Doppelseite“ mit unoriginellen Kreuzworträtseln und einem Wörtersuchrätsel (die zu findenden Wörter sind daneben angegeben), ein seitenfüllendes Schneemann-Foto und dann ein ebenfalls seinengroßes „Bastelset Schneemann“ zum Ausschneiden, wie es auch im „Bussi-Bär“ oder anderen Vorschulpublikationen zu finden sein könnte – absolut ironiefrei… dazu noch die Auflösungen der Kreuzwort- und Wörtersuchrätsel;

(5) noch mehr „SPASS“ (S. 15): „Instant Snow“, soll heißen: Schneeflocken (= unförmge Kreise) zum Ausschneiden und In-die-Luft-werfen, wieder eine ganze Seite lang;

es folgen ein zwei Seiten langer, immerhin halbwegs informativer (wenn auch nicht gerade „wissenschaftlicher“) Bericht über internationale Neujahrsbräuche und –grüße sowie diverse Veranstaltungshinweise.

Es sei nicht verschwiegen, dass immerhin auf einer Seite (3) ein HHU-Thema (SP-Sitzungsbericht) und auf weiteren drei Seiten überregionale Uni-Themen abgehandelt wurden, dazu auf weiteren zwei Seiten nicht-unispezifische, allgemeinpolitische Beiträge erschienen (allerdings auch eher im Stile einer WZ-Nachricht: in augenfreundlichem Großdruck, mit großen Bildern und wenig Text). Tiefer schürfende politische Analysen finden sich allerdings nicht, und das finde ich persönlich blamabel und traurig.

Eine AstA-Publikation, die sich über weite Strecken wie eine Mischung aus Bastel- und Rätselheft liest und mit launig gemeinten Befindlichkeitsbeschreibungen garniert ist, mag zu einer Studierendenvertretung passen, die sich nur noch als Service- und Event-Agentur versteht. Ob damit aber wirklich den Interessen ihrer Klientel, eben der zuletzt arg gebeutelten Studierenden, gedient ist, die ja u.a. für diese 20 Seiten in 1.500er Auflage auch Studiengebühren [Anmerkung: Sie zahlen zwar keine Studiengebühren aber den Beitrag von knapp 10 EUR/Semester für den AStA] bezahlen, muss ich stark bezweifeln.

Mit komilitonischen Grüßen

Thomas Movtchaniouk, stud.phil.

*http://asta.uni-duesseldorf.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/12/campusdelictinr258.pdf

Interesse an Boykott wächst

Donnerstag, Juni 21st, 2007

Fünf Listen plakatieren derzeit den Campus mit ihren Plakaten zu. Dabei wird auch das Thema Boykott immer wieder erwähnt. Die einen wollen ihn unterstützen. Die Anderen tun so als würden sie ihn unterstützen, und “Die Piraten” werfen den Jusos vor den Boykott “verpennt” zu haben.

Die Besucherzahlen der Seite boykott-duesseldorf.de sind jedenfalls deutlich angestiegen in den letzten Tagen. Das gesteigerte Interesse könnte dieses Jahr vielleicht für einen deutlichen Anstieg der Wahlbeteiligung führen. Die Frage ist nur, wen man für die besseren OrganisatorInnen hält um solch ein Projekt erfolgreich durzuziehen.

Ein trauriger Tag

Mittwoch, April 18th, 2007

Das schlimme am heutigen Tag ist nicht, dass ich am Volksgarten sitze und diese Text verfasse, weil ich trotz eines 400-Meter-Sprints die S7 verpasst habe und jetzt eine halbe Stunde auf die nächste warten muss.

Nein, dieser Tag ist ein trauriger, weil ich mit dem Wissen nach Hause fahre, dass nächstes Semester wieder ein paar hundert Studierende ihr Studium abbrechen werden müssen.

Da kann man sich fragen: was ist daran neu?

Nichts, nur bis jetzt hatte ich die tollkühne Vorstellung, man würde etwas unternehmen, um dieses zu verhindern. Konkret: Heute war die Vollversammlung der Studierenden, von der ich mir erhofft hatte, dass der AStA-Vorstand eine Boykott-Kampagne vorstellen würde. Schließlich hatte sie die letzte Vollversammlung dazu verdonnert. Leider stellten sie (die Herren vom AStA-Vorstand) lediglich das Verfahren vor, ohne jedoch zu erwähnen, wie sie die Studierenden informieren und mobilisieren sollten.

Doch das ist noch nicht mal das Schlimmste — denn darauf war ich vorbereitet und hatte eine alternative Kampagne mitgebracht. Allerdings hatte meine Kampagne einen gravierenden Haken: Sie sah vor, eine „Arbeitsgemeinschaft Boykott“ zu gründen. TeilnehmerInnenzahl: 50 Leute aufwärts. Es ist eine riesige Herausforderung, über 14.000 Studierende zu informieren. Diese Herausforderung kann man nur meistern, wenn man eine professionelle, breit angelegte Kampagne auf die Beine stellt. Dies erfordert eine Menge Arbeit. Arbeit, die der AStA mit den wenigen Leuten unmöglich schaffen kann. Wobei wir wieder an dem Punkt angelangt wären, warum ausgerechnet ich eine alternative Kampagne präsentieren wollte. Weil ich weiß, dass der AStA von alleine nie auf die Idee käme auf einer Vollversammlung Aktivisten zu „rekrutieren“.

Ich habe allerdings einen großen Fehler gemacht. Ich hatte mich trotz besseren Wissens darauf verlassen, dass der AStA-Vorstand für die Vollversammlung genügend mobilisiert. Eine Annahme, die nicht nur naiv, sondern regelrecht dumm ist. Meine Freude darüber, dass überhaupt plakatiert wurde, wurde bereits von der letzten Campus Delicti getrübt, in der die Vollversammlung kaum Erwähnung fand und auch der Boykott von vorne herein schlecht geredet wurde. Dass auf den Plakaten nicht der Inhalt der Vollversammlung stand, hatte ich völlig unterschätzt — obwohl es mir eigentlich hätte klar sein müssen. Ebenso hatte ich unterschätzt, dass die Wahl des Ortes eine so große Rolle spielen würde. Fehler aus denen ich — aber natürlich auch der AStA-Vorstand — lernen sollte.

Und so kam es, wie es kommen musste: der Hörsaal 6J, der 435 Sitzplätze hat, war nicht einmal zu einem Viertel voll.

Die ersten Leute gingen bereits nach zwanzig Minuten. Vielleicht lag es an der monotonen, einschläfernden Stimme von Rajiv Strauss, mit der er das Treuhandkonto-Verfahren vorstellte. Vielleicht daran, dass Fragen der Studierenden einfach nicht beantwortet wurden. Vielleicht auch, dass man dem AStA-Vorstand anmerken konnte, wie wenig Lust sie scheinbar haben, eine erfolgreiche Kampagne durchzuführen. Vielleicht waren es all diese Gründe, vielleicht auch keiner davon. Wichtig ist nur, dass nicht genügend Leute vorhanden waren, um eine Boykott-Gruppe zu gründen.

Dennoch habe ich meine Präsentation zum größten Teil gehalten. Allerdings unter anderen Vorzeichen. Ich habe gezeigt, wie viel Arbeit es ist den Boykott zu planen und durchzuführen. Die Planung hatten sie nicht gemacht. Das habe ich erledigt. Die Durchführung würde auch nur auf Sparflamme laufen. Dem AStA fehlen halt die Leute, die in der Lage sind, die Kampagne erfolgreich zu gestalten.

Die Konsequenzen für die Studierenden und den Protest wären fatal. Sie würden gar nicht erst einen erneuten Versuch starten, eine solche Aktion zu planen, wenn sie bereits einmal in Düsseldorf gescheitert ist. Dies wollte ich verhindern und habe daher bei der VV einen Antrag gestellt: die Absage der Boykott-Kampagne. Die Vollversammlung hat diesem faktisch auch stattgegeben. Der offensichtlich völlig genervte und mit der Situation überforderte AStA-Vorsitzende schaffte es nach einem chaotischen hin- und her doch, einen Antrag zu formulieren. Dieser beinhaltete die Verschiebung der Kampagne auf das nächste Semester.

Leider sind dann Viele, die dieses Semester den Beitrag aus Geldmangel nicht überweisen werden, bereits nicht mehr an der Uni.

Mittlerweile bin ich zu Hause. Meinen Blutdruck habe ich gerade gemessen. 110/89. Ich versteh davon nichts. Mein Ruhepuls liegt bei 89. Sonst liegt er bei 40. Ob das ein Indikator ist, wie sehr es mich aufregt?

Vielleicht kann es meinen Puls etwas senken, wenn ich noch etwas positives schreibe. Nach der Vollversammlung wurde ich von einer Studentin angesprochen (das ist noch nicht das positive), dass sie mindestens zehn Leute kennt, die einer solchen Boykott-Gruppe beitreten würden.

Vielleicht klappt es ja wirklich im nächsten Semester. Melde dich, Clara!

Alle Unterlagen meiner Präsentation werde ich in den nächsten Tagen online stellen.

Gute Nacht

Carlos

Campus Delicti in neuem Layout

Dienstag, April 10th, 2007

Für alle die es noch nicht gesehen haben:

Die Campus Delicti hat ein neues Layout.

Die Meinungen darüber gehen auseinander. Die einen sagen, es sei langweilig, die anderen finden es professionell und leserlich. Ich gehöre zu letzteren. Allerdings werde ich den charakteristischen Schriftzug auf dem Cover vermissen.

Beschwerde Mails

Donnerstag, April 5th, 2007

Ich bin noch nicht aus dem Haus, da erhalte ich heute morgen jede Menge Mails, ich solle doch einen Bösen Artikel schreiben. Okay mach ich.

Aaaarg ich platz gleich.

Heisst es da.

Der AStA hat es nicht hinbekommen, das Thema Bibliothek in der Campus Delicti zu erwähnen, obwohl ihm die Unterschriftenliste definitiv seit di vorlag und er auf der FSVK vom Dienstag letzter Woche angekündigt hat die Campus Delicti entsprechend zu nutzen.

Die Unterschriftenliste liegt sogar schon seit Montag vor. Diese ging nämlich über den E-Mail Verteiler der Fachschaften. Wer es allerdings im AStA versäumt hat die Liste abzudrucken kann ich an dieser Stelle gar nicht sagen. Sowohl der Vorstand, als auch die Layouterin kommen in Frage. Als Layouter der OASE weiss ich, dass ein Artikel mal schnell übersehen werden kann, wenn dieser nicht eingeplant war.

Okay, das ist jetzt halt kein ganz so böser Artikel, dafür veröffentliche ich aber hier mal die Unterschriftenliste. In Ordnung?

Unterschriftenliste als PDF runterladen 118 (KB)

Noch ein Hinweis: In der nächsten OASE wird es wahrscheinlich einen Artikel zu dem Thema geben.

Volker hört die Signale.

Sonntag, Februar 11th, 2007

- Kommentar -

Die letzte Ausgabe der Campus Delicti war toll. Wirklich. Das meine ich ernst.

Auf sechs Seiten berichtet eine fleißige Pressereferentin über die Vollversammlung der Studierenden am 31. Januar. Okay, vieles ist falsch zitiert, aber das passiert halt wenn man drei Stunden Diskussion wiedergeben muss, aber insgesamt entsteht doch der Eindruck einer neutralen und umfassenden Berichterstattung.

Jedoch ist es faszinierend zu lesen, wie die Referentin mit Konjunktiv und Indikativ spielt, so dass ich mich dem Eindruck nicht verwehren kann, dass sie irgendwie die Meinung des AStA-Vorstands doch irgendwie glaubwürdiger und richtiger findet als die der kritischen Studierenden im Publikum der Vollversammlung.

Aber eigentlich will ich gar nicht näher auf die Feinheiten der deutschen Sprache und der literarischen Möglichkeiten zur politischen Manipulation eingehen.

Volker hört die Signale

Nein, ich will mich viel mehr mit der Berichterstattung zur Demonstration am vergangenen Dienstag befassen.

Endlich! Ein positives Zeichen aus dem AStA, ein Lichtblick am dunklen Horizont. Ein selbstkritischer Artikel von Volker S (vs). Bitte verzeih mir das Wortspiel in der Überschrift, dass ich aus der OASE geklaut habe! Ich habe höchsten Respekt vor dir. Du wagst es Kritik nicht nur an die angeblich faulen, stinkend-reichen, uninformierten, desinteressierten und unsozialen Studierenden Düsseldorfs zu richten. Nein, im Gegensatz zu anderen Redaktionsmitgliedern wagst du es den AStA-Vorstand zu kritisieren.

Wenig sinnvoll war es jedoch, die Demonstration erst auf der Vollversammlung anzukündigen, Plakate wurden gar erst Montag aufgehängt – eine schlecht geplante Aktion.

Du hast leider vollkommen recht.

Auf der im Anschluss an die Demonstration stattfindenden Senatssitzung wurde die Rücknahme der Studiengebühren beantragt. Des weiteren wurde eine vernünftige Mittelverteilung thematisiert. Zumindest das erste Ziel erweckt bei mündigen Menschen die Assoziationen unerreichbar und realitätsfremd.

In diesem Zusammenhang ist das richtig.

Abgesehen von der schwachen Beteiligung, aufgrund von mangelnder Information im Vorfeld, scheint die Bindung zwischen AStA und einem Gros der Studierenden über Jahre hinweg zu kranken: Viele Studierende stopfen Ankündigungen von vorn herein in die Schublade „blinder Aktionismus“ und „Populismus“. Natürlich ist diese Entwicklung bedauerlich, aber das Vertrauen der Studierenden leidet bei jeder demütigenden und überflüssig anmutenden Aktion.

Und von dieser Natur gab es in den letzten fünf Semestern reichlich.

Generell muss man sich Gedanken machen, wie eine Institution wie der AStA in Zeiten um sich greifender Politikverdrossenheit mehr Studierende mobilisieren kann.

Ach Volker, hättest du diese Worte doch während der Vollversammlung vorgetragen, eine demütigende Aktion wäre den Studierenden erspart worden. Ich hoffe der AStA Vorstand hört auf dich. Deinen Kommentar haben sie vielleicht in der Campus Delicti überlesen. Aber ich bin mir sicher mit dem Erscheinen auf AStAWatch wurde er auch von deinem Vorstand wahrgenommen. Vielleicht machen sich Tacer & Co. auch endlich mal Gedanken ob sie ihre Politik wie bislang fortsetzen können.

Dafür ein Dankeschön, dass mit der Aufforderung verbunden ist so weiter zu machen.

Populismus, Proteste und Probleme

Dienstag, Januar 23rd, 2007

Kommentar*
*Eigentlich sind viele Artikel Kommentare; nun werde ich sie auch als solche kennzeichnen.

In der Ausgabe der Campus Delicti vom Donnerstag dem 18. Januar wird AStA-Vorsitzender Philipp Tacer wie folgt zitiert:
„Gerade in der Auseinandersetzung um aus den Einschreibezahlen resultierenden Hörsaal- und Dozentenmangel konnten wir durch die Demonstration im November letzten Jahres zu Finanzspritzen in Höhe von 120.000 € für die Philosophische Fakultät […] bewegen. So haben wir den Rektor in die Defensive gebracht[…]“.

Das dies nicht der Fall ist, sondern dass die Gelder bereits eine Woche vor den ersten Demoaufrufen bewilligt worden, ist Tacer bekannt. AStAwatch berichtete bereits im November. Zudem wurde Tacer auf seine Behauptung bereits in einer der vergangenen SP-Sitzungen angesprochen, in denen er öffentlich zugab, dass die Gelder nicht auf Grund der Demo bewilligt worden sind.

Weiterhin heißt es: „Da die Arbeit der Fachschaften den Studierenden unmittelbar zu Gute kommt, unterstützen wir die Arbeit der Fachschaften in Zukunft finanziell stärker.“ Wann diese Zukunft sein soll, sagt er nicht. Allerdings wird der Eindruck erweckt, es sei das nächste Semester gemeint. Im aktuellen Haushaltsentwurf wurde allerdings der entsprechende Haushaltstitel gegenüber dem Vorjahr um 150 EUR verringert.

Tacer gegen Studiengebühren:
„Ich setze mich weiterhin für ein gebührenfreies Studium ein.“ Auf die Frage woran es läge, dass die Proteste gegen Studiengebühren fast eingeschlafen sind und ob er die Einführung praktisch akzeptiere antwortet Tacer so: „Natürlich akzeptiere ich die Einführung von Studiengebühren nicht. Weitere Proteste dagegen sind bereits in Planung: Neben Protestaktionen vor dem Rektorat wollen wir im Senat der Universität die Einführung der Studiengebühren nochmals zur Diskussion stellen.“
Später heißt es:
„Am 7. Februar planen wir vor der Senatssitzung der Universität eine Protestaktion um auf die Problematik der Studiengebühren hinzuweisen. Auf der Senatssitzung selbst werden wir beantragen, dass die Universität im Interesse ihrer Studierenden auf die Erhebung von Studiengebühren verzichtet.“

Tacer war derjenige, der die letzten zwei Semester versucht hat, die Studiengebühren „im Interesse der Studierenden“ verwenden zu lassen. Noch bevor diese beschlossen waren. Natürlich wurden seine Vorschläge vom Rektorat einfach übergangen. Dennoch hat er durch die Beteiligung an der Diskussion über den Verteilungsmodus der Studiengebühren, deren Einführung legitimiert und den Protest unglaubwürdig gemacht. Jetzt erscheint ein Interview (dessen AutorIn nicht angegeben ist) in dem er sich als den Retter der Studierendenschaft aufspielt.

Als im letzten Semester eine Grundsatzerklärung zu den Studiengebühren im Senat verabschiedet wurde, organisierte der AStA ebenfalls eine Demonstration vor dem Rektorat. Allerdings viel zu kurzfristig. Erst nachdem der damalige Layouter ungefragt Plakate auf gehangen hatte, wurde reagiert. Damals kamen ca. 250 Leute. Die Menschen verschafften sich Zugang zum Senatsraum. Die Sitzung hätte jederzeit durch die Anwesenden Studierenden zum Abbruch gebracht werden können. Jedoch forderten der AStA-Vorsitzende die Leute zur Ordnung auf. Dem wurde Folge geleistet in der Erwartung einer Strategie des AStAs.

Was damals nicht geholfen hat eine Entscheidung zu verhindern, soll jetzt auf einmal helfen die Entscheidung wieder zurückzunehmen? Was für Leute können so etwas glauben? Niemand. Jedoch gibt es viele Erstsemester Studierende die nichts von der Vorgeschichte um die Einführung von Studiengebühren wissen und sich tatsächlich Hoffnungen machen könnten. Diese Leuten will der aktuelle AStA als Wähler für die nächsten SP-Wahlen gewinnen. Das von diesen aktiven Studierenden nach dem frustrierenden Erlebnis einer völlig sinnlosen Demonstration für zukünftige richtig geplante Demonstrationen nicht mehr zur Verfügung stehen werden nimmt der AStA offenbar billigend in Kauf.

Hier manifestiert sich mal wieder die Attitüde des AStA-Vorstandes in dem die eigene Profilierung über alles geht.