
11:7 gegen Studiengebühren
Senat der FH Düsseldorf beschließt Nichtbehandlung
Mit 11 Ja- und 7 Nein-Stimmen hat der Senat der FH Düsseldorf vor wenigen Stunden die weitere Behandlung des Themas Studiengebühren von der Tagesordnung der heutigen Sitzung gestrichen. Dieses geschah auf Antrag eines studentischen Mitgliedes, auf dessen Verlangen zudem eine geheime Abstimmung durchgeführt wurde. Begründet wurde der Antrag damit, dass der Senat das Thema bereits “intensiv diskutiert” und “die Einführung von Studiengebühren mehrfach abgelehnt” habe. An der Senatssitzung und an der Abstimmung nahmen 18 von 19 stimmberechtigten Senatsmitgliedern teil. Die nächste Sitzung wurde für den 27. März anberaumt.
AStA-Vorsitzende Claudia Wozniak: “Wir verstehen das Abstimmungsergebnis als klares Votum gegen Studiengebühren. Selbst wenn
der Senat das Thema auf seiner nächsten Sitzung erneut behandeln sollte, dürften Studiengebühren für die laufende
Legislaturperiode des Senates und damit für das Wintersemester 2007/2008 vom Tisch sein.”
Viele StudentInnen durften aufgrund der völlig überzogenen Sicherheitsvorkehrungen und des viel zu kleinen Raumes nicht an der völlig störungsfreien Senatsitzung teilnehmen, verfolgten aber die Sitzung von außen.
Wozniak: “Dieser Erfolg ist dem kontinuierlichen studentischen Widerstand gegen Studiengebühren zu verdanken. Und natürlich all’ denjenigen Senatsmitgliedern, die heute für unser Anliegen gestimmt haben. Jetzt gilt es am Ball zu bleiben, damit es bei der heute getroffenen Entscheidung bleibt.”
Im Vorfeld wurde fleißig mobilisiert. Auch auf die kurzfristige Verlegung der Senatssitzung wurde reagiert.
Zur Mobilisierung wurde auch ein kleiner Clip erstellt, der auf der Seite http://www.20argumente.de.vu zu sehen ist und in den Gängen der FH gezeigt wurde.
Auf einer Vollversammlung um 11 Uhr wurden bereits die ersten Studierenden über den Ablauf des heutigen Tages informiert.
Zum Schutz gegen “auswärtige Chaoten” wurde der Eingang zur Senatssitzung nur Presse und angehörigen der FH gewährt.

Rund 80 StudentInnen wurde unter Vorlage des Studi-Ausweises der Zugang der Senatssitzung gewährt.
Der Großteil jedoch mußte draussen bleiben.

Die Senatsvorsitzende schien nicht glauben zu wollen, dass der Antrag der Studierenden auf Nichtbefassung formal korrekt war.
Schliesslich wurde doch darüber abgestimmt und das Ergebnis verlesen.
Das Ergebnis hat alle überrascht
- am meisten wohl den Rektor und die Senatsvorsitzende.
Draussen wurde die Entscheidung des Senats mitgeteilt und zum Besuch der nächsten Senatssitzung aufgerufen.