Demo vor dem Rektorat: Alles wie immer
Dienstag, Februar 6th, 2007
Zur heutigen Demonstration hatte der AStA der Heinrich-Heine Uni aufgerufen. Gekommen sind rund 60 Studierende die sich trotz der eisigen Kälte nicht haben abhalten lassen für ein Gebührenfreies Studium zu Demonstrieren.
Doch so manch eineR dürfte sich gefragt haben, ob man die Zeit nicht besser hätte nutzen können. Nicht nur, dass auf Grund der geringen Mobilisierung (vgl. AStAWatch-Duesseldorf) war der Nachmittag für viele Studierende ein enttäuschendes Erlebnis.

Labisch und Tacer
Der AStA-Vorsitzende Phillip Tacer ließ es sich nicht nehmen eine Rede zu halten. Der Erkenntnisgewinn war marginal. Er berichtete von dem was er im Senat erreichen möchte. Entweder die Situation für die Ausländischen Studierenden zu verbessern, die keinen Kreditanspruch haben, oder aber wenigstens dafür zu sorgen, dass die Einnahmen aus den Studiengebühren den Studierenden zu Gute kommen. Eine “Strategie” die schon im letzten Jahr gescheitert war.
Auch die anschliessende Diskussion mit dem Rektor brachte den Studierenden keinen Erkenntnisgewinn. Der Rektor beharrt darauf, dass Studiengebühren nicht so schlimm seien, dass die Studierenden sich gar nicht des Werts ihres Studiums bewusst sind, und dass er die Studiengebühren zur Verbesserung der Lehre gebrauchen möchte.
Wie diese Verbesserung aussehen soll konnte man auch herraushören. Durch die Reduzierung der Studierenden würden die Verhältnisse für die übriggeblienenen besser werden. Damit würden die Studierenden die “in der Uni nur überwintern” (Zitat Labisch) endlich wegfallen.
Die geringe Anzahl der Studierenden nahm er als Anlass um das Desinteresse der Studierenden an diesem Thema darzustellen.
Das der AStA erst einen Tag vor der Demonstration auf Plakaten dafür geworben hat, erwähnte der nebenstehende AStA-Vorsitzende Tacer natürlich nicht.
Die vielen Studierenden die zum ersten Mal auf einer solchen Demonstration waren, dürften nicht gerade glücklich nach Hause gegangen sein als sich die Versammlung auflöste. Ob diese Leute noch einmal an einer Demonstration teilnehmen ist fraglich.
Dennoch positiv: Eine kleine laute Gruppe fackelte medienwirksam (es waren immerhin zwei Fotografen, Rheinische Post und Center.TV anwesend) eine Pappe mit der Aufschrift Studiengebühren ab.

Feuer und Flamme für Studiengebühren
