Archiv für November 2006

Widerspruchsbescheid gegen die Aufhebung von Restguthaben

Donnerstag, November 30th, 2006

Ich weiß wirklich nicht was ich davon halten soll:

www.asta.uni-duesseldorf.de/neuigkeiten/439

Soll ich mich freuen, dass der AStA-Vorstand noch etwas macht?
Oder soll ich traurig sein, dass der AStA im letzten Jahr versäumt hat, massiv gegen Studiengebühren vorzugehen? (Vergleiche dazu de.indymedia.org/2006/04/144016.shtml) Oder soll ich sauer sein, dass man vor dem Rektor kapituliert hat und mit ihm schon über die Ausgestaltung der Studiengebühren verhandelt hat, noch bevor diese im Grundsatz beschlossen waren? Und dass diese Leute sich jetzt aufspielen, als wären Sie die Retter der Studis?

Lob für den AStA

Mittwoch, November 29th, 2006

Gestern bekam ich folgende E-Mail:

Hallo.
Meinste nicht, dass deiner Astawatch-Seite eine kleine Kategorie unter positiven Vorzeichen ganz gut zu Gesicht stünde? Wie umfassend kann ein blick auf die Finger des Asta-Vorstands sein, der nur in Persönliche Verfehlungen und Geldverschwendung eingeteilt wird?
K.

Danke für die Mail!

Zur Erklärung: Die Kategorien werden anhand der Stichwörter angelegt, die ich den Artikeln gebe. Hiermit komme ich der Bitte nach und mache eine Kategorie “Lob für den AStA” auf.

Und damit da auch wirklich Lob drinsteht:

Die AStA-Vorstands-Koalition hat zwar keine eigenen Veranstaltungen, bewilligt jedoch Gelder für diverse Veranstaltungen von anderen Gruppierungen: Kurdistan AG, Vorbereitungsgruppe G8 Düsseldorf, Philo-Fachschaft…

Das finde ich richtig super. Gemäß dem Motto “Do it yourself!” finden derzeit eine ganze Menge an Aktivitäten statt.

Aufregung um Flyer

Mittwoch, November 29th, 2006

Derzeit tauchen auf dem Campus Flyer auf, die für AStAwatch Düsseldorf werben. Zu sehen ist auf der Vorderseite der AStA-Vorsitzende Philipp Tacer mit einer Bierflasche nach einer Demo – mit dem Kamerateam von RTL im Hintergrund. “Gegen den Pinkwart hilft Saufen auch nicht!” heißt es auf den Flyern.

Viele Leute haben sich sehr aufgeregt. Zum einen darüber, was das denn solle, eine Person so bloß zu stellen. Zum anderen, wie kleinkariert das sei.

Ich muss den Leuten Recht geben, dass diese Flyer ganz, ganz fies sind. Jedoch habe ich nie behauptet ein lieber Beobachter zu sein, und der Blick auf die Besucherstatistiken beweist, dass sie funktionieren.

Gemäß dem AIDA-Prinzip (Aufmerksamkeit, Interesse, Wunsch [desire], Aktion) entfalten sie ihre Wirkung. Oder wie bist Du auf die Seite gelangt?

Die Frage, ob das nicht viel zu viel Druck sei, den ich Philipp Tacer zumute, habe ich für mich mit einem klaren “Nein!” beantwortet. Denn – völlig egal was ich von seiner Arbeit und seinem Verhalten halte – ich halte ihn auf jeden Fall für belastbar genug, dass er da locker drüber steht!

Merkwürdige Einstellungspraktiken statt gehaltener Wahlversprechen

Dienstag, November 28th, 2006

Transparenz bei der Stellenvergabe

Verantwortungsvolle Ämter innerhalb der Studierendenvertretung sollen von verantwortungsbewussten Personen übernommen werden. Nicht jeder von diesen ist jetzt schon hochschulpolitisch aktiv. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass nicht mehr die Zugehörigkeit zu einer hochschulpolitischen Gruppe das alleinige Kriterium für eine Mitarbeit in den AStA-Referaten darstellt! Eine Mitarbeit der Juso-HSG im AStA gibt es nur bei einer transparenten Stellenausschreibung.

Diesen netten Text habe ich mir nicht gerade selber aus den Fingern gesaugt, sondern er ist der erste Absatz des Wahlprogramms der Juso-HSG (Nachzulesen auf deren Homepage www.juso-hsg.de).

Es ist ein schöner Gedanke: JedeR darf in den AStA. Viele Leute beteiligen sich an einem gemeinsamen Projekt, um etwas Tolles für die StudentInnen um einen herum zu tun.

Doch die Realität sah und sieht anders aus:

Es ist Irrsinn, zu glauben, man könne schlecht bezahlte Stellen einfach unpolitisch besetzen und die gleiche Arbeit erwarten, wie von einem politisch motiviertem Menschen.

Kleines Beispiel gefällig?

Nehmen wir einen vermeintlich unpolitischen Posten wie das Layout für die Campus Delicti. Eine gelernte Mediengestalterin für Digital- und Printmedien ist fachlich mit Sicherheit viel qualifizierter als ein Amateurlayouter. Doch für die Qualität der Arbeit ist auch die Motivation des/der Arbeitenden entscheidend. So wird eine Ausgabe der Campus Delicti mit Sicherheit abwechslungsreicher und lesbarer werden, wenn viel Zeit und Mühe in dem Finden und Machen der Bilder steckt.

Wenn für den/die LayouterIn der Posten nur ein Job ist, dann wird die Campus Delicti sicherlich nur so gut aussehen, wie gerade nötig.

Jedoch kann man den Posten auch als politische Aufgabe auffassen. Da geht man mit der Kamera zu Veranstaltungen, sucht stundenlang nach lizenzfreien Bildern im Internet und bastelt so lange am Layout ‘rum, bis es gut und lesbar aussieht. Das alles macht man nur, damit sich möglichst viele Menschen die Inhalte anschauen.

Tatsache ist, dass die politische Überzeugung die Motivation für Engagement ist. Denn einE ReferentIn hat keinen Minijob im AStA, sondern erhält lediglich eine monatliche Aufwandsentschädigung, die vor Amtsantritt vom Studierendenparlament genehmigt wird.

Für eine ganze Stelle bekommt man 260 EUR Aufwandsentschädigung. Für eine halbe Stelle 130 EUR usw.

EinE ReferentIn mit einer halben Stelle, der/die vier Stunden im Monat arbeitet, hat also einen “Stundenlohn” von 32,50 Euro. EineR der/die vierzig Stunden arbeitet (und dies kam in der Vergangenheit oft vor!) hat einen “Stundenlohn” von 3,25 Euro.

Keine Sorge: Die machen ihre Wahlversprechen schon nicht wahr!

Deshalb bin ich froh, dass der AStA in diesem Semester nicht eine einzige Referatsstelle ausgeschrieben hat!

Man könnte fast vermuten, der AStA hätte dazugelernt. Doch mitnichten ist dies der Fall. Wie Philipp Tacer (AStA-Vorsitzender, Juso-HSG) dem Studierendenparlament erklärte, hätte der Absatz seine Bedeutung verloren, weil ja da der MSB Spartakus nicht mehr im AStA-Vorstand sei.

Ich verstehe das so: “Meine Regeln gelten nur für Andere!”

Meinungswechsel als legitimes politisches Mittel?

Bereits in der Vergangenheit zeigte Tacer, dass er seine Meinung stehts so ändert, wie es für ihm am günstigsten ist: Die Juso-HSG beantragte im letzten Jahr während einer SP-Sitzung die Kündigung einer Anzeige in der linken Stattzeitung Terz um den damaligen Koalitionspartner unter Druck zu setzen, auf Koalitionsforderungen der Jusos einzugehen. In der folgenden Sitzung verteidigte Tacer die erneute Schaltung der Anzeige aufs Schärfste, ohne dabei rot im Gesicht zu werden. Auch bei der Ausschreibung von Referatsstellen waren alleine die Machtverhältnisse im Studierendenparlament entscheidend. So konnten in diesem Jahr problemlos eine Reihe Jusos für das strategisch wichtige Pressereferat bestätigt werden.

Ich will Ihnen das noch nicht einmal vorwerfen. Was ich den Jusos aber vorwerfe sind drei Dinge:

  1. Sie verkaufen Ihre WählerInnen für dumm. Sie versprechen Dinge, hinter denen sie offensichtlich nicht stehen.
  2. Wie die Jusos ihr Verhalten rechtfertigen: Dass ihre Regeln nicht für sie gelten.
  3. Dass es sehr fragwürdig ist, nach welchen Kriterien sie ihre Leute bestätigt haben.

Beim Blick in die Campus Delicti kann man nur noch den Kopf schütteln und sich fragen, ob es überhaupt Qualitätskriteren für die Referatsbestätigungen gab, oder ob man die Stellen besetzen wollte, bevor politische GegnerInnen Anspruch darauf erheben. Da findet man plötzlich Berichte, die an Schülerzeitungsartikel erinnern. Und zwar an Schlechte! Als ich in der 10. Klasse Chefredakteur der Schülerzeitung an meiner Realschule war, habe ich einen Artikel in dem Stil schon einmal gelesen. Anschließend haben der Sechstklässler und ich ihn noch einmal überarbeitet.

Dazu kommt, dass im Editorial jetzt auch noch gegen die LeserInnen gepöbelt wird.

Einzig und allein die Bestätigung von Linus Wörffel kann ich nachvollziehen: Auf der Suche nach Gründen half ein Blick ins StudiVZ. Linus Wörffel ist der Bruder des langjährigen Juso-HSG-Mitglieds Björn Wörffel. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Wie so etwas möglich ist? Weil die Entscheidungen des AStA leider nicht in die Öffentlichkeit getragen werden.

Mit astawatch-duesseldorf.de ist dies jedoch hoffentlich bald vorbei!

Wochenende und viel zu tun

Montag, November 20th, 2006

Bloß weil seit ein paar Tagen nichts Neues auf AStAWatch erschienen ist, heist das noch lange nicht, dass der AStA keinen Stoff zum Schreiben liefert.

Diese Woche erscheint mindestdens ein Neuer Artikel. Themenauswahl: Geldverschwendung, gebrochene Wahlversprechen, entpolitisierung des AStA oder mangelnde Bereitschaft Frauen in den AStA zu integrieren.

Vielleicht schreibt Ihr mir ja, was euch am meisten interessiert: carlos@astawatch-duesseldorf.de

Zusätzlich bastle ich gerade an einem FAQ.

Dreistellige Beträge für eine leere Seite

Mittwoch, November 15th, 2006

„Service statt linke Prestige-Projekte“ kann man in etwa das Motto der Wahl-Kampagne der LHG zusammenfassen.

Mit den „linken Prestige-Objekten“ war wohl die Anzeige des AStA in der kostenlosen Stattzeitung Terz gemeint.
Genau wie der AStA der FH Düsseldorf berichtete der der HHU über aktuelle Termine und Ereignisse in der und um die Hochschule.

Dem Verlangen der LHG wurde nachgekommen und der Vertrag für die Anzeige wurde zum Ende des Jahres gekündigt. Nachdem der bisherige Antifa-Referent die Seite in der Terz auch nach Amtsübernahme weiter betreut hatte, wurde ihm vom AStA-Vorstand genau dieses untersagt.

Das Resultat: Das aktuelle Heft erschien mit einer leeren “Heine macht(e) Terz”-Seite.
Es steht jedem frei, die Auffassung zu vertreten, man wolle kein Geld mehr für Anzeigen ausgeben in Blättern, die eine andere politische Ideologie widerspiegeln als einer selbst. Ja wohl!
Doch ist es eine ungeheure Respektlosigkeit, mit „Anschaffungen“ der Studierenden so umzugehen.
Das ist so, als würde man einen Computer wegschmeißen, bloß weil einem der Prozessor-Hersteller nicht passt.

Bloß keinen Finger rühren!

Ich kann ja verstehen, dass man keine Lust hat Artikel zu schreiben, für Zeitungen die man nicht mag, aber man hätte doch wenigstens die Termine von Veranstaltungen des AStA rein setzen lassen können! Das wäre eine E-Mail mit drei Sätzen gewesen.

Man kann sich jetzt natürlich auf den Standpunkt stellen und sagen, dass der AStA gar keine Veranstaltungen hat. Das ist eigentlich auch richtig. Aber in den letzten Sitzungen sind erhebliche Summen für eine Ringvorlesung der Fachschaft Philosophie (alleine hierfür 4500 Euro) und das Filmfest bewilligt worden. Da kann man doch erwarten, dass der AStA für das gelingen der Verantaltungen auch seine vorhandenen Ressourcen aktiviert. Zumal dies keine weiteren Kosten produziert.

Da fragt man sich, was das soll? Haben die das etwa verschlafen? Scheinbar nicht, denn Philipp Tacer kommentierte die leere Seite in der Terz mit einem „Richtig so!“.

Scheinbar ist es ihm lieber, bestehende Ressourcen aus politischen Gründen zu verschwenden, als Sie mit ein wenig Aufmerksamkeit für die Zwecke der Studierenden zu nutzen.

Tacer und die Terz

Überhaupt haben die Jusos und die Terz eine längere Geschichte bereits hinter sich. An dieser kann man ganz gut nachvollziehen, wie sich die Meinung der Jusos nach dem richtet, was für sie gerade von Vorteil ist:

In der letzten Legislatur-Periode wollte man die Terz-Anzeige schon einmal kündigen und brachte einen Mehrheitsbeschluss des SP dafür zustande. Bei der darauf folgenden Sitzung wurde dieser Antrag aber von Philipp Tacer höchst glaubhaft zurückgenommen. Wann wolle die Anzeige jetzt doch beibehalten, da man den Wert der Zeitung für eine alternative Kultur in Düsseldorf erkannt hätte. Mit so Floskeln wie „In der Demokratie steht es jedem frei, seine Meinung auch mal zu ändern.“ schaffte er es damals sogar, die Opposition ruhig zu stellen. Dass dieser plötzliche Meinungsswechsel wohl eher mit den Bedingungen des MSB Spartakus zu tun hatte, erwähnte er dabei nicht.

Wie soll man einen solchen Blog-Eintrag beenden? Mir fällt es in Anbetracht der hier bereits erwähnten Vorfälle schwer, eine als Appell formulierte Hoffnung zu äußern, dass man doch bitte im nächsten Monat die „Heine macht Terz“-Seite füllt.
Deshalb: vorstand@asta.uni-duesseldorf.de

Traurig, dass man seine AStA-Vorsitzenden erziehen muss!

Gruß

Carlos

1600 Euro für neue Rechner

Sonntag, November 12th, 2006

Während der letzen Sitzung des Studierenden-Parlaments (SP) stellte der neue Vorstand einen Antrag im Namen ihres neuen IT-Referenten. Dieser plant nämlich sämtliche Anwendungen des AStA-Netzwerks auf einem Server laufen zu lassen, und die Arbeitsplatzrechner nur noch für die Ein- und Ausgabe zu benutzen. Einen zweiten Server will er als Back-Up-System aufsetzen.

Ein Sinnvoller Plan. Allerdings leuchtet nicht ein, warum er denn unbedingt zwei Rechner dafür anschaffen muss. Wie sein Vorgänger im Amt bestätigt, ist bereits ein Server vorhanden der für den Einsatz sogar besser geeignet ist als die beantragten Rechner. Damit wäre zumindest ein beantragter Rechner überflüssig. Für das Back-Up würde außerdem der Arbeitsplatzrechner des IT-Referenten ausreichen.

Aber selbst wenn es diese Rechner nicht gäbe: Als gelernter Informatik-Kaufmann ist es mir ein Rätsel, wieso man bei dem drastischen Wertverfall von Computern unbedingt einen Rechner für 800 Euro kaufen will. Mit geringfügig geringerer Leistung kann man erheblich viel Geld sparen.

Leider ließ sich der Vorstand weder auf die Argumente des ehemaligen IT-Referenten noch auf meine ein, dass man so viel Geld nicht ausgeben braucht. Mit seiner Stimmenmehrheit haben Sie den Antrag dennoch durchgebracht. Jedoch versprach Tacer, der zugab von Computern keine Ahnung zu haben, wie von mir vorgeschlagen die Fachschaft Informatik zu befragen, ob es wirklich sinnvoll ist so viel Geld für die Rechner auszugeben.

Ob er dieses wirklich macht wird wahrscheinlich aber davon abhängen wie viele Leute ihn zu dem Thema befragen. Deshalb: vorstand@asta.uni-duesseldorf.de

Selbstverständnis online gestellt

Sonntag, November 12th, 2006

Seit diesem Wochenende steht die ausführliche Begründung online, warum jemand diese Seite einfach machen mußte.

Zum Selbstverständnis

Gruß

Carlos

Populismus über den sich der
Rektor freuen kann

Sonntag, November 12th, 2006

Parole: Wir zahlen - wir fordernStolz wie Oskar präsentierten sich die AStA-Vorsitzenden am Mittwoch den MitgliederInnen des Studierendenparlaments (SP). Es wurden Kopien von den Artikeln der Rheinischen Post und der Westdeutschen Zeitung rumgereicht. Zu lesen waren so tolle Schlagzeilen wie „Studentenprotest wirkt“ und „Labisch verspricht Sofortprogramm“.

In den Artikeln ist davon die Rede, dass der Rektor 120.000 Euro bereitstelle,
um den Stellenpool — vor allem den der Problemfächer Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte — kurzfristig aufzustocken.

Wieso sich der AStA diesen Erfolg auf seine Fahnen schreibt

Auf Grund der überfüllten Veranstaltungen zu Beginn dieses Semesters sind Erstis zum AStA gegangen und haben sich beschwert.
Daraufhin wurde kurzfristig eine Demonstration vor der Uni-Bibliothek für letzten Dienstag, 13:00 Uhr angesetzt. Die rund 100 BesucherInnen dieser Demonstration sind dann vor’s Rektorat gezogen, um Ihre Forderungen nach besseren Studienbedingungen zu formulieren.

In der Berichterstattung der Presse und des AStA-Vorstands wird ein direkter Zusammenhang zwischen den zur Verfügung gestellten Geldern und der Demonstration hergestellt.

Doch eine spannende Frage bleibt:

Der Rektor als Retter in der Not?

Mit Sicherheit nicht! Wenn ich richtig informiert worden bin, wurden die 120.000 Euro schon eine Woche vorher auf der Fakultätsratssitzung bewilligt. Es hätte mich ja auch mal sehr gewundert, wenn der Rektor einfach so Geld verschenkt. Dennoch steht er jetzt als Gönner in der Öffentlichkeit, der als Mann der Tat schnell und erfolgreich auf das Problem reagiert hat.

Nicht ohne Grund haben auch die Studierenden eine positive Presse erhalten: Es wurde hiermit eine neoliberale These untermauert: wenn StudentInnen zu KundInnen werden, dann steigt die Qualität der Lehre. Andernfalls hätte man als seriöseR JournalistIn mal nachgehackt, wie man so schnell das Geld locker machen konnte.

Wo ist das Problem?

Jetzt kann man natürlich sagen, dass außer einem verpassten Mittagessen kein weiterer Schaden entstanden sei.

Ist er aber doch: Die Demonstration prangerte die schlechten Bedingungen an der Philosophischen Fakultät an.
Von dieser ist bereits seit längerem bekannt, dass sie zusammengeschrumpft werden soll. Im Zuge der Umstrukturierung der Uni werden nur noch Fakultäten gefördert, die hohe Drittmitteleinnahmen haben. Zu diesen gehört die Phil. Fak. nicht.

Um diese Pläne zu begründen bedarf es für den Rektor aber noch weiterer Argumente. Die Demonstration liefert ihm eine Steilvorlage, um als ersten Schritt die Zahl der Studierenden zu verkleinern.

Dies formulierte bereits Dekan von Alemann:

Für von Alemann ist die Linie klar: „Wir wollen nicht wieder zurück zur überfüllten Massenuni der 70er und 80er Jahre.“ Deshalb müsse über den Numerus Clausus ab dem kommenden Jahr die Zahl der Erstsemester wieder deutlich gesenkt werden […]

Heißt es dazu in der WZ.

War dem AStA das nicht klar?

Sicher hätte man über die Konsequenzen der Demo nachgedacht, nur teil man diese Befürchtungen eben nicht, hieß es dazu vom AStA-Vorstand Philipp Tacer (JuSo-HSG) in der SP-Sitzung am Mittwoch. Klar ist jedoch, dass Tacer jede Gelegenheit nutzt, um sich zu profilieren. Während man Rainer Matheisen (LHG) vielleicht noch Narrenfreiheit gewähren kann — in seiner naiven Art und Weise glaubt der wohl tatsächlich, er könne beim Rektor mehr Dozenten durchboxen — kann man Tacers Verhalten nicht anders als mit Populismus bezeichnen. Tacer, der schon lange Senator ist und weiß wie es um die Denkweisen des Rektors steht, sollten die Konsequenzen einer solchen Veranstaltung doch eigentlich klar sein.

Gerne würde ich mit dem Rektor tauschen, denn wenn man solche Gegner hat, dann braucht man keine FreundInnen mehr.

In diesem Sinne:

Gute Nacht Phil. Fak.!

Der AStA-Vorstand