Archiv für Dezember 2006

“Der Mops bellte kritisch”

Mittwoch, Dezember 6th, 2006

Ja, ja. Heine der alte Störenfried!

Viel Schindluder wird in seinem Namen getrieben. Gerne äußert man in diesen Tagen die Bewunderung über Heines kritischen Geist — auch und gerade — wenn man ein angepasster Mitläufer ist.

Wie auch immer, das sei hier nur mal zufällig eingeworfen.

Eigentlich wollte ich ein wenig über Rajiv Strauß lästern. Wer? Der 2. stellvertretende AStA-Vorsitzende und SPD-Ratsmitglied in Benrath/Urdenbach.

Wieso? Was hat er böses getan? Gelder veruntreut? Oder gar Bier auf Demos getrunken?

Nein, so schlimm ist es nicht! Eigentlich ist es überhaupt keine Meldung wert. Der Mann ist so unspektakulär, wie eine Colaflasche im Getränkemarkt. Mir ist noch nicht einmal ein Artikel in der Campus Delicti aufgefallen, der mit seinem Namen unterzeichnet ist und den ich verreißen könnte.

Und so ist das einzige was ich ihm vorwerfen kann eine gewisse Parallele zu seinem Genossen Tacer: Gerne stellt man sich in die Öffentlichkeit, wo es gar nicht angebracht ist:

Derzeit wird ein Musik- und Literaturabend anlässlich Heines Geburtstags am 12. Dezember großflächig auf Plakaten und Flyern beworben. Aus irgendeinen unverständlichen Grund steht überall drauf: “Begrüßung: Rajiv Stauß, AStA-Vorstand”. Ich stelle es mir durchaus lustig vor, wie er den Satz “Mein Name ist Strauß. Rajiv Strauß!” von sich gibt. Aber das wird wohl nicht passieren.

Gibt es also eine Grund warum das da steht? Vielleicht, um den Namen etwas bekannter zu machen. Eigentlich nichts schlimmes.

Nur möchte ich ihm an dieser Stelle zurufen:

NIMM DIR KEIN BEISPIEL AN DEN ANDEREN JUSOS! Du tust am besten was für dich, in dem du was für die Studierenden tust! Vielleicht ist Hopfen und Malz bei dir noch nicht verloren; und meinen Verlust an guter Reputation, den ich mit diesem Artikel sicherlich erleiden werde, kannst du damit aufwiegen, etwas gelernt zu haben.

Dies Academicus vs. Tag der Studierenden

Mittwoch, Dezember 6th, 2006

“War heute was in der Uni?”
- “Keine Ahnung.”

Dies Academicus war. Dies was? Dies Academicus. Der Tag der Studierenden in der Originalversion.

Vor vielen Jahren hatten nämlich AStA und Fachschaften durchgesetzt, einen Tag lang das Programm an der Uni gestalten zu dürfen. Abseits des normalen Uni-Alltags wollten die Fachschaften Vorlesungen und Veranstaltungen organisieren und durchführen, die Student und Studentin nicht nur auf Grund von Lehrplänen sondern auf Grund ihrer interessanten Inhalte besuchten.

Lange ist es her.

Mittlerweile ist der Dies Tod. Das wenige Programm, dass es in diesem Jahr gab, bestand zum Teil aus kostenlosem Glühwein oder Studienfachberatung, die die betreffenden Fachschaften sowieso leisten sollten. Vorlesungsfrei gab es schon mal gar nicht.

Und was ist daran so schlimm?

Schlimm ist, dass man mal wieder eine Errungenschaft der StudentInnen einfach so den Bach runtergehen lässt. Aber die Errungenschaft des gebührenfreien Studiums ist uns ja schließlich auch wieder genommen worden. Wen juckt es da, dass der Dies Academicus der Bedeutungslosigkeit verfällt?

Den Rektor kümmert es scheinbar

Nicht, dass ich jetzt dem Rektor unterstellen will, der Rektor würde sich um die Studierenden sorgen. Nein, so üble Wahrnehmungsprobleme habe ich nicht — glaub’ ich.

Aber im Sommer steckte der Rektor mehrere Tausende Euro in ein Projekt mit dem Namen “Tag der Studierenden”. Er gab einen Tag lang Vorlesungsfrei, beauftragte StipendiatInnen damit, einen Tag völlig frei zu gestalten und stellte ihnen die nötigen logistischen und monetären Mittel zur Verfügung, um den ersten Tag der Studierenden unter dem Motto “Ball und Birne” zum vollen Erfolg werden zu lassen.

Was sich auf den ersten Blick wie eine Wohltat des Rektors darstellt, kann man auch als Angriff auf die verfasste Studierendenschaft werten. Von vielen kritischen FachschaftsrätInnen wurde das Verhalten des Rektors als ein Versuch gewertet, zu beweisen, dass man auch ohne AStA und Fachschaften interessante kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen auf die Beine stellen kann.

Den Beweis konnte der Rektor nicht erbringen, da am Ende die allermeisten Projekte von FachschaftsrätInnen und AStA-ReferentInnen auf die Beine gestellt worden sind. So konnte man zum einen Geld des Rektors nutzen, und zum anderen den Stipendiaten aus der Patsche helfen, den Tag alleine zu veranstalten.

Jedoch blieb der Eindruck bestehen, dass die Uni-Veranstaltung, die schon Monate im voraus auf A1-Farbplakaten beworben wurde, viel besser war, als die heutige studentische Veranstaltung des Dies Academicus.

Und wenn man dem Rektor unterstellt, er wolle die verfasste Studierendenschaft abschaffen, dann muss man eigentlich als AStA jede Gelegenheit nutzen, um zu beweisen, dass diese nicht der Bedeutungslosigkeit verfallen ist.

Gerade vor diesem Hintergrund verstehe ich nicht, weshalb man in diesem Jahr nicht ordentlich bei den Fachschaften dafür geworben hat, Energie in den Dies Academicus zu stecken. Weshalb nicht durchgesetzt wurde, dass vorlesungsfrei empfohlen wird, und warum man nicht genügend Mittel des AStA benutzt hat, um den Dies mindestens so gut zu bewerben wie den Tag der Studierenden.

Vielleicht ist der Vorstand einfach überfordert. Vielleicht haben Sie einfach verpeilt, dass der Dies auch schon wieder ist.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ihnen der Überblick für die Vorgänge an diesem Campus fehlt, und dass Diskussionen, die man im Sommer schon ein Mal (auch über die Campus Delicti) geführt hat, nicht bis zum Winter im Gedächtnis bleiben.

Termin: SP-Sitzung am Montag den 11. Dezember

Montag, Dezember 4th, 2006

Wer Zeit und Lust hat, das tollste Schmierentheater der Stadt zu sehen, der sollte vielleicht mal eine Expertensitzung des Landtags besuchen. Wem aber die Anmeldung und die Sicherheitskontrolle am Eingang zu stressig ist und es lieber familiär mag, dem empfehle ich, nächsten Montag die Sitzung des Studierendenparlaments zu besuchen.

Bringt euch Popcorn und Bier mit — es ist ja keine Presse anwesend — und genießt die Show!

Mich werdet ihr auch ganz leicht erkennen können. Ich bin der Typ, der von der AStA-Vorstandskoalition so böse angeschaut wird.

Uhrzeit? Zwischen 17 und 18 Uhr. Finde ich aber noch raus. Versprochen!
Beginn ist 18:30!

Und noch was: Überlegt euch wenn ihr wollt fragen an den AStA-Vorstand. JedeR hat Rederecht!!!

Die Öffentlichkeit draußen lassen?

Montag, Dezember 4th, 2006

Eigentlich gibt es doch einen gültigen SP-Beschluss, dass die Protokolle der SP-Sitzungen auf der AStA-Homepage veröffentlicht werden müssen. Jedoch ist das letzte Protokoll von der Sitzung am 04. Mai 2006.

Wir haben aber Dezember. Wo sind denn die restlichen Protokolle?

Wie soll man den vernünftig im Dreck wühlen können, wenn die Entscheidungen des SP nur den ParlamentarierInnen bekannt sind?

;)

Bilanz für November

Samstag, Dezember 2nd, 2006

Nach nur drei Wochen online gab es bereits über 500 Besuche auf dieser Seite. Ziel ist es jedoch, 500 BesucherInnen am Tag auf AStAWatch zu haben. Dafür muss ich noch einiges tun. Für Mithilfe bin ich jederzeit dankbar. Erzählt einfach euren KommilitonInnen von der Website oder gebt Flyer im Seminar rum. Wer sich sonst irgendwie an der Seite beteiligen möchte kann mir einfach eine Mail an carlos@astawatch-duesseldorf.de schreiben.

An dieser Stellen vielen Dank an die fleißigen Mädels die mir helfen, die Flyer auf dem Campus zu verteilen.

Hier kocht jeder sein eigenes Süppchen

Freitag, Dezember 1st, 2006

Die mangelnde Kommunikation im AStA ist erschreckend. Obwohl das Ausländerreferat in nächster Zeit zwei Veranstaltungen hat, werden diese nicht auf der Homepage oder mit einer Anzeige in der Campus Delicti beworben.

Die 100% Rock-Party der LHG im SP-Saal und SPD (-nahe) Veranstaltungen im ZAKK wurden jedoch in den Campus Delicti beworben.

Eigentlich gab es ein stillschweigendes Abkommen, dass man die Campus Delicti nicht dazu benutzen würde, Listen/Partei-Aktivitäten zu bewerben. Bislang wurde sich auch brav daran gehalten. Auf Nachfrage konnte sich die vorherige Layouterin jedenfalls nicht erinnern jemals zuvor eine JuSo/MSB-Veranstaltung in der Campus Delicti platziert zu haben.

Der Opposition einen Riegel vorgeschoben

Wahrscheinlich wurde deshalb die Informationsveranstaltung des MSB Spartakus am 07. November zum Thema Burschenschaften in der Campus Delicti beworben. Die Leute vom MSB staunten nicht schlecht, als sie ihr Plakat auf einer ganzen Seite — aber mit falscher Raumnummer — abgedruckt sahen. Ein kluger Schachzug, weil sie sich wohl nicht beschwert haben, muss es auch den Listen der AStA-Vorstands-Koalition gestattet sein, ihre Veranstaltungen zu pushen.

Was die Opposition nicht fordert, fordere ich jedoch ein: Stoppt die Bewerbung eurer Listenaktivitäten. Sonst muss man der Opposition das gleiche Recht auf Werbung in der Campus Delicti zugestehen und riskiert, dass das Blatt zu einer reinen Terminschau für politische Listen verkommt. Bezahlen würden dies die Studierenden, die mit Sicherheit nicht bereit sind, die Druckkosten für die Wahlkampfwerbung der Listen zu bezahlen!