Archiv für Mai 2007

Kommentar zu SP-Sitzung

Donnerstag, Mai 31st, 2007

Dreist, naiv, verantwortungslos, beängstigend und unfassbar populistisch. So könnte man die gestrige Entscheidung der AStA-Koalition beschreiben. Tatsächlich stellen diese Adjektive keine Untertreibung dar.

Was war passiert? Die Fachschaft Medizin plante seit Wochen eine Großveranstaltung. Unter dem Titel “Campus Alive” wird an diesem Samstag in sechs Lokalitäten auf und rund um den Campus allerlei musikalisches Geboten. Dahinter steckt die Idee, die Studenten-Kneipen in direkter Nähe zum Campus zu unterstützen. Ein Stück Campus-Kultur soll somit erhalten bzw. belebt werden.

Mit dieser Idee traten zwei Vertreter der Fachschaft Medizin bereits vor Wochen auf der FSVK auf und fragten nach Unterstützung. Bereits damals war die Finanzierung ein strittiges Thema. Die Fachschaft plante Kosten in Höhe von 18 000 EUR. Die Kosten wurden zwar auf 6000 reduziert, aber schon damals auf der FSVK bot Phillip Tacer von der JuSo Hochschulgruppe an, der AStA könne ja eine Ausfallbürgschaft übernehmen.

Richtig ernst wurde es aber erst gestern. Auf einer Dringlichkeitssitzung des Studierendenparlaments wurde drei Tage vor der Veranstaltung ein Antrag der Fachschaft Medizin gestellt, dass der AStA eine Bürgschaft in Höhe von 6000 EUR übernehmen solle.

Eine Bürgschaft in einer solchen Höhe ist in den letzten Jahren für keine andere Veranstaltung übernommen worden. Entsprechend sah auch die Antwort des AStA-Finanzreferenten auf die Frage aus, ob der Haushalt eine solche Bürgschaft zulassen würde. Er beantwortete dies mit einem klaren Nein. Wie sich im Laufe der Diskussion rausstellte hatte Tacer der Fachschaft die Bürgschaft vorgeschlagen. Dieser hat es aber offenbar nicht für nötig gehalten sich zu erkundigen ob dieses überhaupt möglich sei. Dem entsprechend war der Finanzreferent auch völlig unvorbereitet und konnte auch keine genaue Auskunft erteilen, wie viel der AStA leisten könne.

Davon ließen sich aber weder Phillip Tacer noch Rainer Matheisen (LHG) beeindrucken. Man solle nicht so pessimistisch sein. Man müsse positiv an die Sache rangehen. Es fehlten nur noch die Sätze “Nach mir die Sintflut!” und “Augen zu und durch.” in der Debatte.

Es war erschreckend mit anzusehen, wie sorglos die AStA-Koalition die Warnungen des AStA-Finanzreferenten einfach ignorierten. Man stelle sich vor, die Kanzlerin würde trotz der Ermahnung des Finanzministers Ausgaben verteidigen, die der Haushalt nicht hergeben. Die Presse würde so schnell über sie herfallen, dass sie innerhalb von zwei Wochen zurücktreten müsste. Im AStA ist dies offenbar anders. Es gibt kaum Öffentlichkeit. Zwar berichtete die Campus Delicti ein paar mal über Sitzungen des Studierendenparlaments, jedoch nur wenn sich der AStA positiv darstellen ließ oder die Opposition verunglimpfen.

Und so steht zu befürchten, dass solch verantwortungsloses handeln nicht nur nicht bestraft wird, sondern möglicherweise auch noch belohnt wird. Zum einen mangelt es an einer kritischen Öffentlichkeit, zum anderen war die antragstellende Fachschaft keine Kleine. Es war die Fachschaft Medizin, die beinahe eine gesamte Fakultät repräsentiert und ein eigenes Heft veröffentlicht. Bereits im letzten Jahr entschied das gute Abschneiden der JuSo-Hochschulgruppe in der Medizin die Wahlen. Ob es auch dieses Jahr so sein wird?

Vielleicht. Trotz ihrer Politik steht auch heute noch auf ihrer Homepage unter Punkt 4 ihres Programms:

Klar ist aber auch: Eine sparsame Haushaltsführung im AStA ist oberstes Gebot. Die aus den Zeiten finanzieller Sorglosigkeit stammenden AStA-Strukturen müssen auf den Prüfstand.

Es wird auch dieses Mal wieder Leute geben, die glaube die JuSo-Hochschulgruppe würde sich ihr eigenes Gebot halten.

SP-Ticker

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Kurz nach eins geht die Sitzung los.

Die SP-Präsidentin erklärt die Sitzung als Dringlichkeitssitzung. Der Parlamentarier Chokri Hamdi ist zurückgetreten. Dafür rückt jemand von der IUL nach.

TOP 1: Berichte des AStA-Vorstandes und anderer Gremien & Ausschüsse:

Der Sport Dies findet am 06. Juni statt. Telefonisch wurde angeblich zugesagt, dass der 06. Juni doch Vorlesungsfrei sei. Laut Tacer versucht das Rektorat das Hochschulsport-Referat zu Diskreditieren. Der Assistent der Rektors habe vor den Hochschulsport zu diskreditieren.

TOP 2: Besetzung der Ausschüsse

a) Finanzprüfungsausschuss
Alles bleibt wie es ist.
b) Wahlausschuss
Alles bleibt wie es ist.

TOP 3: Wahl des Semesterticketausschusses

Marion Rath vom Sozialreferat wird vorgeschlagen. Dieses wird angenommen.

TOP 4: Finanzantrag des Wahlausschusses: SP-Wahl 2007

Der Finanzantrag ist nicht so gestaltet, dass er Haushaltskonform ist. Die Parlamentarier ändern den Antrag so, dass dieser rechtens wird.

TOP 5: Finanzantrag der Fachschaft Medizin: Campus Alive Festival

Vorstellung des Campus Alive Festivals.

Der Antragsteller beantragt eine Bürgschaft. Es gibt Kosten in Höhe von 6000 EUR.

Ein Mitglied des MSB fragt, in wie fern sich die teilnehmenden Läden an den Kosten beteiligen. Anscheinend beteiligen sich diese Läden nicht an den Kosten. Weiter fragt der Parlamentarier nach dem Vermögensstand der Fachschaft Medizin. Die Frage wird nicht beantwortet. Der Parlamentarier fragt ob der Haushalt eine solche Ausfallbürgschaft überhaupt hergibt. Der Finanzreferent empfiehlt die Ausfallsbürgschaft nicht zu übernehmen, sondern empfiehlt sich hinterher über mögliche Übernahmen von Verlusten zu unterhalten.

Ein JuSo empfiehlt einfach das Risiko zu tragen. Er Vergleicht das Projekt von der Wichtigkeit mit einer Bildungsfahrt nach Ausschwitz des Bildungsforums Rheinland.

Der Antragsteller erzählt, dass der AStA ihnen erklärt hätte, dass man einen Antrag auf Ausfallbürgschaft stellen könnte.

Der Finanzreferent belehrt die Antragsteller, dass mögliche Gewinne nicht für das nächste Jahr gesondert behalten werden können.

Ein Parlamentarier bemängelt die kurzfristige Antragstellung.

Ein Parlamentarier der Liberalen Hochschulgruppe versucht die Debatte per GO-Antrag zu beenden.

Rainer Matheisen: “Ich finde das sollte man auch mal positiv angehen.”

Auch Phillip Tacer möchte sich nicht dem Vorschlag des eigenen Finanzreferenten nicht anschließen.

Abstimmung über einen geänderten Antrag der Fachschaft Medizin einer Ausfallbürgschaft über 4000 EUR wird stattgegeben.

TOP 6: Finanzantrag des Bildungsforum Rheinland: Bildungsfahrt nach Ausschwitz

Finanzantrag über 1000 EUR.

Der Finanzreferent sieht die Summe zum ersten Mal. Meint aber 1000 EUR sind in Ordnung.

Dem wird zugestimmt.

Abbruch der Sitzung

Da 2 Parlamentarier der IUL und einer des zwei des RCDS fehlen, sorgt das Verlassen der Sitzung durch eine JuSo-Parlamentarierin dafür, dass die Sitzung nicht mehr Beschlussfähig ist. Die Restlichen TOPs werden vertagt.

SP-Sitzung am Mittwoch (Update)

Dienstag, Mai 29th, 2007

Sitzung des Studierendenparlaments am 30. Mai um 13 Uhr.

Vorläufig bekannte Tagesordnung:

TOP 0: Regularia
TOP 1: Berichte des AStA-Vorstandes und anderer Gremien & Ausschüsse
TOP 2: Besetzung der Ausschüsse
a) Finanzprüfungsausschuss
(5 Sitze: 2 Juso-HSG, 1 MSB, 1 LHG, 1 RCDS & ProUni)
b) Wahlausschuss
(5 Sitze: 2 Juso-HSG, 1 MSB, 1 LHG, 1 RCDS & ProUni)
TOP 3: Wahl des Semesterticketausschusses (3 Mitglieder)
TOP 4: Finanzantrag des Wahlausschusses: SP-Wahl 2007
TOP 5: Finanzantrag der Fachschaft Medizin: Campus Alive Festival
TOP 6: Finanzantrag des Bildungsforum Rheinland: Bildungsfahrt nach Ausschwitz
TOP 7 Abschlussbericht des FPA für das Haushaltsjahr 2005/2006
TOP 8: Antrag des Ausländerreferats: Resolution gegen die Benachteiligung ausländischer Studierender aus Nicht-EU-Ländern durch die Einführung von Studiengebühren
TOP 9: Antrag der IUL: Resolution zum Thema Rassismus auf dem Campusgelände
TOP 10: Diskussion & evtl. Beschlussfassung zur Erhöhung der Mitgliederzahlen im Studierendenparlament
TOP 11: Antrag des Ausländerreferats: Zusätzliche Referentenstellen
TOP 12: Fragen an den AStA-Vorstand
TOP 13: Verschiedenes

Offener Brief

Donnerstag, Mai 24th, 2007

Ein offener Brief von einem Studierenden an die Verantwortlichen der UB:

Sehr geehrte Frau Siebert, Herr Crass, Herr Wolf.

Der regionalen Presse war kürzlich zu entnehmen (terz), daß die vor einiger Zeit von Ihnen angeschaffte Buchrücknahmemaschine nicht unbedingt so reibungslos arbeitet, wie man es sich wünschen würde.
Man konnte lesen, die Maschine würde Bücher durch das abrupte Fallenlassen vom Transportband in die Sammelwannen unterhalb dieses Bandes beschädigen.

Durch diese Berichte aufmerksam geworden habe ich mir den Vorgang des Transports über das Laufband in die Wannen hinein einige Male von einem seitlichen Standpunkt aus, der das Geschehen hinter dem Rücknahmeschalter gut erkennen läßt, angesehen.

  • Geschwindigkeit des Laufbandes wie auch das jähe Fallenlassen der Bücher durch die Klappen in dem Band lassen in der Tat nicht auf eine pflegliche Behandlung schliessen.
  • Die Grundfläche einer Wanne ist wesentlich größer, als die Abmessungen von Büchern.
  • Die Maschine befördert die Bücher exakt in der Lage und von der Position aus, welche das Buch auf dem Laufband hatte, in die Wanne hinein. Sie ist nicht in der Lage, ein Buch an einer jeweils bestimmten Stelle der Wanne, an der noch ausreichend viel Raum für dieses Buch besteht, zu platzieren.

Die aufgeführten Beobachtungen können nur zu der Überlegung führen, daß die Bücher nicht zuletzt aufgrund ihrer stark differierenden Eigenschaften (Größe, Dicke und Masse) letztenendes eine ungeregelte Lage in der Wanne einnehmen.
Spätestens wenn das geschehen ist, dürfte es zunehmend wahrscheinlicher werden, daß neu in die Wanne fallende Bücher in diese (nicht horizontal liegenden Bücher) hineinstürzen müssen und es also zwangsläufig zu Beschädigungen an Einband und Seiten kommt.
Aufgrund der Masse eines Buches, Geschwindigkeit des Laufbandes, der Fallhöhe in die Wanne hinein sowie des freien Weges des Buches innerhalb der Wanne dürfte generell ein Aufklappen oder das beschädigende Eindringen von „Neuankömmlingen“ in bereits deponierte Bücher eher der Regel als einer Ausnahme zu entsprechen.

Nun stellt sich nicht zuletzt in Anbetracht Ihres knappen Budgets, welches die Beschaffung aktueller Fachbücher (Bestellstop für „Monographien“) bereits seit einiger Zeit nicht zuläßt (WZ) und zur Schließung von Fachbibliotheken ebenso wie zur Entlassung von UB-Angestellten, mit der Folge einer übermäßigen Belastung der verbliebenen Angestellten, führt, die Frage, wie es möglich ist, daß einerseits der Sparzwang zu diesen gravierenden, Lehre wie Forschung empfindlich treffenden, Kürzungen führt, andererseits jedoch leichtfertig teure technische „Neuerungen“ eingeführt werden, die in diesem speziellen Fall aufgrund immanenter Mängel prinzipbedingt ebenso unvermeidbare wie überflüssige Folgekosten nach sich ziehen?

Wo neue Bücher nicht beschafft werden können, sollte es da nicht oberstes Gebot sein, die bereits vorhandenen so pfleglich wie möglich zu behandeln?
Die negativen sozialen Folgen (Entlassung, Arbeitslosigkeit) der Einführung dieses Automaten für eine Reihe von Beschäftigten der UB sollen nur am Rande wenigstens Erwähnung finden.
Konkret zum Thema der beschädigten Bücher stellt sich die Frage, ob, und falls ja welche, Maßnahmen ihrerseits zur Behebung geplant sind? Besteht die Möglichkeit einer Reklamation des offenkundig mangelhaften Gerätes?

Welche Maßnahmen, die dazu führen, daß die Bücher nicht mehr beschädigt werden können, sind ihrerseits in Planung?

Es wäre sehr schön von Ihnen hierauf eine Antwort zu erhalten.

mfg
Jo Busch

Sozialreferat mit neuer Homepage

Donnerstag, Mai 17th, 2007

Das Sozialreferat des AStA der Heinrich-Heine Universität hat jetzt eine eigene Homepage
http://www.asta-sozialreferat.de.vu.

Nachtrag: Die Website ist nicht neu sondern wurde lediglich jetzt auf der AStA-Homepage gelinkt.

Boykottgruppe gegründet

Samstag, Mai 12th, 2007

Zu Beginn des Semesters hat die Vollversammlung beschlossen den Boykott des Studiengebühren nicht schon zum Wintersemester durchzuführen. Der Grund war eine fehlende Kampagne und die nicht vorhandenen Personal-Ressourcen. Auf der Vollversammlung wurde jedoch der Vorschlag gemacht eine Boykott-Gruppe zu gründen und den Boykott zum Sommersemester 2008 durchzuführen.

Die Boykott-Gruppe hat sich mitlerweile zum zweiten Mal getroffen und hat bereits eine eigene Seite im Internet.

Die Seite befindet sich zwar noch im Aufbau, aber man erhält schon jetzt einen kurzen Überblick darüber wie der Boykott der Studiengebühren verlaufen soll.

Auch Teile des AStA-Vorstandes beteiligen sich am Protest. Ob dies ein ehrliches Interesse ist oder nur der Versuch der Ehrenrettung wird sich noch raus stellen. Gerade vor der anstehenden Wahl Ende Juni ist der Vorstand in der Pflicht zu zeigen, dass sie alles für das gelingen eines Gebühren-Boykotts tun werden.

Wer sich aktiv beteiligen will, der kann sich auf der Internet-Seite http://www.boykott-duesseldorf.de informieren wo und wann die Treffen sind.

Folgt dem Führer

Montag, Mai 7th, 2007

Ein Beitrag eines Parlamentariers der JuSo-Hochschulgruppe im StudiVZ:

Thema: Kommunikationstraining, Führungstraining, soziales Engagement & Spaß

Wenn ihr Lust habt, eure kommunikativen Fähigkeiten zu erproben, eure Führungsqualitäten zu fördern, euch gerne sozial engagiert und Spaß dabei habt, freuen wir uns von der Juso-Hochschulgruppe der Heinrich-Heine-Universität über euer Interesse.

Gerne informieren wir euch bei unserem wöchentlichen Treffen über Chancen, euch politisch, gesellschaftlich oder kulturell an der Heinrich-Heine-Universität zu engagieren, im Rahmen von Stipendien weiterzuentwicklen und politische Verantwortung zu übernehmen.

Freue mich auf eure Fragen
David

Wir treffen uns jeden Mittwochabend um 18 Uhr im Unikom neben der Mensa und jeden Dienstagmittag um 13 Uhr im Raum des AStA-Vorstands (Geb. 25.23.U1.47).

Ob wohl alle JuSos ihr wirken im AStA so sehen? Als Spielwiese für höhere Aufgaben? Ich habe es ja schon immer vermutet. Aber ich hätte nie gedacht, dass es jemand so unverholen Äußern würde.